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05 | 02 | 2012
PDV-Systeme
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Virtuelle Desktops beim Berufsförderungswerk Drucken

Berufsförderungswerk GoslarVDI, die modulare und zukunftssichere Virtual Desktop Infrastructure, trägt beeindruckend einfach zur Verbesserung der IT-Infrastruktur im Unternehmen bei – bei gleichzeitiger Senkung der Gesamtkosten. Beim Berufsförderungswerk (BFW) in Goslar hat PDV-Systeme sämtliche Schulungsräume mit der neuen Technologie ausgestattet.

Das Berufsförderungswerk Goslar ist ein Kompetenzzentrum für berufliche und gesellschaftliche Integration. Bestandteil der Firmenphilosopie ist es, das differenzierte Leistungsangebot laufend an den Erfordernisse des Arbeitsmarktes auszurichten und bedarfsorientiert weiter zu entwickeln. Dazu gehört selbstredend vor allem auch die technische Ausstattung der Schulungsräume.

Das BFW betreibt etwa 20 Schulungsräume mit jeweils 20 Lern-Arbeitsplätzen, die bisher mit Standard-PCs ausgestattet waren. Um die Änderungen der Schüler am System nach dem Unterricht zurücksetzen zu können, kommen sogenannte PC-Wächter-Karten zum Einsatz, die einen nicht unerheblichen Konfigurationsaufwand darstellen, was wiederum insgesamt einen immensen Installationsaufwand bei jedem Hardwaretausch zur Folge hat. Mit jeder neuen PC-Serie sind neue Images zu erstellen und neue Treiber zu installieren; und nicht zuletzt müssen die PC’s an ihren Aufstellungsort gebracht und dort verkabelt werden. Damit war das BFW bisher in bester Gesellschaft mit zahlreichen anderen Unternehmen – vergleichbare Infrastrukturen finden sich z.B. auch in Call-Centern, Schulungs-Centern und Krankenhäusern, die überwiegend identische Arbeitsplätze einsetzen, aber mit Terminalservern an ihre Grenzen stoßen.

Sackgasse Terminalserver

Terminalserver sind nur unter bestimmten Voraussetzungen ideal, wenn sie als Thin-Clients ohne Administrationsaufwand, extrem geringem Stromverbrauch und ohne Lärmbelästigung eingesetzt werden. Allerdings stellen Terminalserver nur identische Anwendungen oder Desktops dar; alle Benutzer werden gleich behandelt. Es können nur Anwendungen zur Verfügung gestellt werden, die Terminalserver-fähig sind, was die nutzbare Anwendungspalette sehr gering ausfallen lässt. Auch die Berechtigungen der Benutzer sind eingeschränkt; administrative Rechte sind auf einem Terminalserver per se ausgeschlossen, was wiederum dazu führt, dass bestimmte Anwendungen nicht ausgeführt werden können. Es gibt daher kaum Möglichkeiten, auf spezifische Anforderungen der Benutzer einzugehen und einzelnen Anwendern zusätzliche spezielle Applikationen bereitzustellen; und wenn, dann nur mit erheblichem Administrationsaufwand.

Alternative VDI

Einen Ausweg bietet die Implementierung einer Virtual Desktop Infrastructure. Sie verbindet die Vorteile von Thin-Clients und zentraler Datenhaltung im Rechenzentrum mit den Möglichkeiten zur Individualisierung der Arbeitsplätze. PDV-Systeme konnte diese innovative Technologie beim BFW in Goslar einsetzen.

Dazu wurden die Arbeitsplatz- oder Schulungsraum-PCs als virtuelle Maschinen auf VMware Virtual Infrastructure 3-Servern installiert. Als Betriebssystem kommt beim BFW Windows XP Professional zum Einsatz; möglich sind jedoch auch alle anderen PC-Betriebsysteme, die RDP (Remote Desktop Protocol) oder VNC (Virtual Network Computing) als Fernverbindungsprotokolle unterstützen. In den nachfolgenden Versionen wird auch ICA (Independent Computing Architecture) als Protokoll implementiert werden.

VDI sorgt mittels eines sogenannten Connection Brokers für die Verbindung der virtuellen VMware-Maschinen mit den Usern, die entweder über eine lokale Datenbank oder ein bestehendes LDAP- oder Active-Directory-Verzeichnis gepflegt werden können. Die VDI-Funktionalität ist in einigen Thin-Clients bereits verfügbar, so z.B. bei den beim BFW eingesetzen Wyse S10. Mit diesen Geräten ist ein Single-Sign-On möglich, so dass sich der Benutzer wie vom PC gewohnt nur einmal anmelden muss und bereits ca. zehn Sekunden später seinen gewohnten Desktop zur Verfügung hat.

Vereinfachte Darstellung der virtuellen Infrastruktur beim BFW

Unter Ausnutzung der vorhandenen Infrastruktur und geringfügigem Mehr-Einsatz an Server-Hardware konnte PDV-Systeme die Schulungsräume des BFW auf die VDI-Infrastruktur umstellen. Der Administrationsaufwand ist dabei enorm gesunken, da keine PC-Hardware mehr installiert werden muss. Es werden lediglich die vorhandenen PCs durch VDI-fähige Thin-Clients ersetzt. Diese beziehen ihre vollständige Konfiguration über eine Kombination aus DHCP- und FTP-Server, so dass auch fabrikneue Geräte nur ausgepackt und ans Netzwerk angeschlossen werden müssen, um sofort einsatzbereit zu sein.

Die virtuellen Maschinen für die Schüler werden einmalig installiert und über sogenannte Templates je nach Bedarf geklont. Die Funktion der Wächter-Karten in den PCs wird über die Snapshot-Technologie der VMware-Server abgebildet. Nach dem Ausschalten der virtuellen Maschinen werden alle Änderungen am System automatisch entfernt; beim nächsten Neustart steht der Arbeitsplatz wieder in seiner Ursprungskonfiguration zur Verfügung.

VDI kombiniert alle Vorteile bekannter und erprobter Konzepte aus den Bereichen Server-Virtualisierung, Terminaldienste und Thin-Clients. Dabei ist VDI jedoch kein einzelnes Produkt, sondern Ergebnis einer Allianz von Herstellern wie VMware, HP, Wyse, Leostream, Citrix und Altiris. Die Tatsache, dass diese namenhaften Unternehmen bei dieser Entwicklung gemeinsam an einem Strang ziehen, unterstreicht die derzeitige Bedeutung und die Zukunftssicherheit von VDI. Und das Praxisbeispiel beim BFW zeigt eindrucksvoll, welche nachhaltigen Vorteile die Technologie einem Unternehmen bringt: der administrative Aufwand ist immens gesunken; die Flexibilität gleichzeitig gestiegen, die Administratoren können zukünftigen Hardware-Wechseln entspannt begegnen.