| Strategien für mehr EVA-Performance |
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Mit Einführung der Enterprise Virtual Arrays (EVA) 4/6/8x00-Serie stellte Hewlett-Packard vom Active/Passive-Konzept der EVA 3000/5000 auf ein hoch flexibles Active/Active-Konzept um, welches ebenfalls bei den MSA-SAN-Systemen verfolgt wird. Damit ist der Administrator in der Lage, die I/O-Last auf alle SAN-Ports der RAID-Kontroller zu verteilen und somit per manueller Lastverteilung die Performance zu verbessern. Auf Windows-Systemen geschieht die Verteilung der I/O-Last mit Hilfe des MPIO-Frameworks von Microsoft. Dieses kostenlose Softwaretool, mittlerweile in der Version 3.0 erhältlich, integriert sich in die Microsoft Management Console von Windows 2000/2003/2008. HP bietet angepasste Treibermodule für ihre Speichersysteme an, die sich in dieses Framework integrieren. Im Linux- und VMware-Umfeld wird die Lastverteilung über die Treibersoftware der Hersteller Emulex und Qlogic realisiert. Die Funktionalität und Bedienbarkeit steht der Implementierung von Microsoft um nichts nach. Der SAN-Administrator kann mit Hilfe der verschiedenen Tools den I/O Pfad zu verschiedenen logischen Festplatten selbst definieren und ggf. im laufenden Betrieb wechseln. Dadurch ist es beispielsweise möglich, stark frequentierte Speicherbereiche dediziert an einen RAID-Controller Port zu binden, um die maximale Leistungsfähigkeit der SAN-Infrastruktur zu erreichen. Darin besteht jedoch gleichzeitig ein Risiko durch eine fehlerhafte Konfiguration – man muss sehr genau über die Auslastung seines Speichersystems Bescheid wissen, bevor Änderungen an den I/O-Pfaden durchgeführt werden. Für das Enterprise-Storage-Umfeld gibt es von HP das Tool EVAPerf, das Bestandteil der HP Command View EVA Softwaresuite ist und standardmäßig auf dem SAN-Managementserver installiert wird. EVAPerf stellt dem Windows Performance-Monitor (perfmon.exe) so genannte Leistungsindikatoren zur Verfügung, anhand derer die I/O-Performance sämtlicher LUNs, Controllerpfade und physikalischer Diskgruppen der EVA überwacht werden können. Die Darstellung erfolgt in Echtzeit mit einem Intervall von einer Sekunde:
Um eine Strategie zur optimalen Auslastung des Gesamtsystems zu entwickeln empfiehlt es sich, die Daten mit diesem Tool über einen längeren Zeitraum zu sammeln. Dazu verfügt der Performance-Monitor über eine Protokollfunktion, mit der sich die Werte kontinuierlich in eine CSV-Datei exportieren lassen. Diese Daten können dann mit Hilfe des Tools TLViz (ggf. bekannt aus der Performance-Analyse im VMS-Umfeld) visualisiert und ausgewertet werden:
Diese Daten wierderum können als Grundlage für die manuelle Lastverteilung und Optimierung im SAN-Umfeld dienen. Entsprechende Schritte sind häufig durchaus lohnenswert und führen zu spürbaren Performance-Verbesserungen. Übrigens: auch EVA-Systeme der ersten Generation werden heute noch weiterentwickelt, um die Kompatibilität zwischen den verschiedenen Plattformen sicherzustellen und die I/O-Performance der Systeme zu steigern. Um die Active/Active-Funktionalität auch mit einer EVA 3000 oder 5000 zu erreichen, ist ein Update auf die Firmware-Version VCS 4.x notwendig. PDV-Systeme bietet die geschilderte Analyse als Dienstleistung an und unterstützt Kunden gern bei der Planung und Durchführung der notwendigen Softwareinstallationen und Firmware-Updates sowie bei der anschließenden Optimierung. |


