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11 | 02 | 2012
PDV-Systeme
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Speichersysteme im Vergleich Drucken

Fast alle klassischen Speichersysteme bestehen aus einer Vielzahl von Winchesterlaufwerken, die durch eine intelligente Logik gekoppelt sind. Die Anbindung von Servern erfolgt durch ein Storage Area Network (SAN), ein Network Attached Storage (NAS), durch SCSI over IP (iSCSI) oder direkt (DAS, Direct Attached Storage).

Storage Area Network - SAN

Ein Storage Area Network (SAN) ist ein Netzwerk zwischen Servern und externen Speichersystemen. Typisch ist der Datenverkehr von blockbasierten Daten, wie er auch zwischen Servern und lokalen Festplatten erfolgt. Dabei wird ein erweitertes SCSI-Kommunikationsprotokoll verwendet.

Vorteile:

  • mehrere Server sind an mehrere Speichersysteme anschließbar
  • große Entfernungen zwischen Server und Datenspeicher sind realisierbar
  • hohe Sicherheiten durch Redundanzen
  • hohe Flexibilität: Erweiterungen sind während des Betriebes möglich
  • optimal bei Datenbankanwendungen

PDV-Systeme unterstützt eine Vielzahl von SAN-Komponenten mit Schwerpunkt auf virtuellen Speichersystemen, inkl. neuester Technologien wie Thin Provisioning (oder Dynamic Capacity), Data Progression (automatische Umlagerung von wenig genutzten Daten) oder Instant Replay (unlimitierte Zahl von Snapshots, sofort read/write mountbar).

Network Attached Storage - NAS

Mit Network Attached Storage (NAS) bezeichnet man an das lokale Netzwerk angeschlossene Storagesysteme. Die Informationen werden dateiorientiert über unterschiedliche Protokolle, wie z.B. NFS (UNIX/Linux) oder SMB/CIFS (Windows), übertragen.

Vorteile:

  • einfach zu installieren
  • leicht skalierbar
  • einfach zu administrieren

Nachteile:

  • zusätzliche Belastung des Netzwerkes (oder  2. Netzwerk)
  • die verwendeten Protokolle sind nicht für Massenspeicher konzipiert

Eine Kombination von SAN link und NAS kann die Vorteile beider Welten verbinden (NAS-Appliance).

SCSI over IP - iSCSI

Das iSCSI-Protokoll (Internet small computer system interface over IP) ermöglicht den Datentransfer aus einem SAN in ein normales IP-Netzwerk. Hierbei werden die SCSI-Daten in TCP/IP-Pakete verpackt und über IP-Netze transportiert.

Vorteile:

  • preiswerte Anbindung von Systemen an ein SAN
  • optimal nur als Ergänzung zum SAN

Nachteile:

  • zusätzliche Hardware erforderlich (iSCSI-Router)
  • Performanceverlust durch zusätzliche Netzbelastung und Protokolloverhead
  • schlecht geeignet für Datenbankzugriff
  • noch kein durchgehender Support für alle Betriebssysteme

Direct Attached Storage - DAS

Direct Attached Storage oder DAS bezeichnet den klassischen direkten Zugriff eines Servers an den angeschlossenen Massenspeicher. Dies können einzelne Festplatten oder ein aus mehreren Festplatten (üblicherweise SCSI-Festplatten) bestehendes Disk Array sein. Der Begriff DAS wurde zur Begriffsabgrenzung erst eingeführt, als SAN- und NAS-Speicher aufkamen.

Vorteile:

  • preiswert

Nachteile:

  • hoher administrativer Aufwand
  • schlechte Nutzung der Kapazitäten
  • umständliche Erweiterungsmöglichkeiten

Mit der DtS Architektur (Direct Attach to SAN) von HP können Daten mit sehr wenig Aufwand in ein SAN migriert werden; PDV-Systeme unterstützt diese Technik.

 
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